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Single/EP

Ich will brennen

Erscheinungsdatum der Erstausgabe: 27. April 2004
Label: Trisol Music Group

Die dritte Single-Auskopplung zum Studio-Album Weltunter – Der Schwarze Schmetterling Teil III.

Albumcover

1. Ich will brennen Supernova Edit 4:44
2. Lykanthropie Monozelle Remix 6:22
3. She wore shadows Live 4:12
4. Schwarzer Schmetterling Live 6:34
5. Stille der Nacht Videotrack

Diese CD ist vergriffen
Teile dieser CD sind auf der Sammlung DER komplette SCHWARZE SCHMETTERLING-Zyklus enthalten

Leider zu oft missverstanden: Zur Single gab es eine Aktion „Ich will brennen“, in der sich ASP gegen eine vom Staat geplante Gesetzesänderung aussprachen, die eine massive Einschränkung des Rechts auf Privatkopie beinhaltete. Damit positionierte sich die Band jedoch nicht gleichzeitig pro Raubkopie, weit gefehlt, vielmehr wollte ASP damit für den hohen Wert von Musikstücken werben anstatt Musikhörer pauschal zu kriminalisieren…
Ein „heißes Eisen“ wurde damals angefasst und viele Jahre später ist die Diskussion noch immer in vollem Gange.
Noch immer vertreten wir die Meinung: Solange Du die Original-Tonträger besitzt, solltest Du sie Dir für unterwegs, eigene Compilations oder einfach, um die CDs zu schonen, auch brennen dürfen…

Obwohl unten das Wort Walkman vorkommt, ist die Problematik noch immer aktuell!
Hier das ungekürzte Original-Statement von damals:

„Das Bundesjustizministerium plant in einer zweiten Stufe zur Novellierung des Urheberrechts die starke Einschränkung bis Abschaffung des Rechts auf private Kopien. Unterstützer sind u.a. die Deutsche Landesgruppe der IFPI e.V. und der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft e.V., die in ihren Positionspapieren eindeutig Stellung gegen die Privatkopie einnehmen.
Wir sind damit in keiner Weise einverstanden!
Deswegen haben wir die Aktion „Ich will brennen" ins Leben gerufen.

CDs sind im Handel sehr teuer geworden.
Darauf haben wir als Künstler keinen Einfluss.

Wir wollen jedoch, dass jeder Musikhörer das Recht hat, Privatkopien für Auto, CD-Walkman, etc. zu erstellen, damit er die Originale (nicht selten im empfindlichen Digipak) schonen kann. Wir wehren uns gegen den Zwang, dass ein Musikhörer in Zukunft für private Zwecke mehrere Originale kaufen muss. Wir halten es für unwahrscheinlich, dass man sich an ein solches Gesetz halten wird.
Schon jetzt werden – vor allem jüngere – Musikhörer von der Musikindustrie als Halbkriminelle gebrandmarkt, die gewissen- und wahllos CDs kopieren und den Künstlern ihren Broterwerb nicht gönnen. Unsere Erfahrung zeigt aber ganz im Gegenteil, dass unsere Fans immer bereit sind, die Originale zu erwerben, da sie wissen, dass sie die Musik die sie so mögen, damit unterstützen. Wir wehren uns gegen eine schleichende Kriminalisierung der Musikfans, vor allem derer, die das Geld nicht so locker sitzen haben. Im Sinne sozialer Gleichberechtigung halten wir die Abschaffung des Rechts auf Privatkopie für falsch. Wir sind der Meinung, dass das Kopieren von Musik ernstzunehmenden Künstlern nicht im Geringsten schadet. Es stellt eine gute Möglichkeit zur Verbreitung und Werbung z.B. für Bands aus dem Independent-Sektor dar.

Vielleicht wären wir selbst und andere niemals Musiker geworden, wenn es uns als Jugendlichen nicht möglich gewesen wäre, zu kopierter Musik zu spielen oder zu singen und so auch von anderen Künstlern zu lernen. Die Plattenindustrie sieht u.a. im Recht auf Privatkopie einen Grund für ihre starken finanziellen Einbrüche. Wir sehen das anders.

Mit immer größerem Werbe- und Medienaufwand werden immer kurzlebigere „Superstars" aus dem Boden gestampft. Fließbandartig wird der Musikmarkt mit neuen Gesichtern überschüttet, die in scheinbar völliger Selbstaufgabe ihre Knebelverträge unterzeichnen in der Hoffnung auf Unsterblichkeit. Pustekuchen. Sie sind so schnell weg wie sie gekommen waren. Denn wer Wegwerfprodukte produziert, darf sich nicht darüber wundern, dass diese vom Konsumenten eben als solche behandelt werden. Wir empfehlen den großen Labels, innovativere und glaubwürdigere Künstler zu unterstützen, die langfristigere Bindungen an Fans ermöglichen und (sozusagen als positive Kollateral-Erscheinung des Profitgeschäfts) einen Teil des kulturellen Erbes sichern. Kunst ist unbezahlbar.

Natürlich brauchen auch wir Urheber Geld um weiter arbeiten und leben zu können. Für uns liegt der Wert eines Musikstücks aber nicht in seiner Markttauglichkeit, sondern in dessen emotionaler Größe. Die Gedanken und Erinnerungen, die jeder für sich mit manchem Song verbindet, lassen sich nicht raubkopieren. Wer eine solche Liebe zur Musik empfindet, wird sie nicht mit Füßen treten!

Unserer neuesten Single-Auskopplung „Ich will brennen" liegt ein CD-Rohling bei, auf den ihr nach Belieben Eure Lieblingssongs von ASP aufnehmen und danach - wo immer ihr wollt - anhören könnt!“

ASP und Band im Februar 2004