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2. März 2014

1.400!

Liebe Freunde!

Es ist uns eine Ehre

Seit heute ist es offiziell: Nach München, Wiesbaden und Berlin (Wir spielen echt in Berlin? Hurraaa!) ist nun auch das Haus Auensee im schönen Leipzig ausverkauft.

1.400 wahnsinnige, schockierende, traumhafte Plätze!

Das ist unglaublich.


Ich denke, ich kann für alle meine Zaubererbrüder und -schwestern sprechen, wenn ich sage: Wir sind zu Tränen gerührt. Vielleicht denken einige von euch, wir seien so etwas ja gewöhnt. Vielleicht binden euch irgendwelche Leute auf die Nase, wir würden davon nur berichten, um sympathisch und bescheiden zu wirken. Weshalb sollten wir das tun? Schließlich ist das Konzert bereits ausverkauft. Mehr passen nicht rein, ganz gleich, was wir noch erzählen …

Ganz ehrlich und aus tiefstem Herzen: Danke! Danke für diesen enormen Vertrauensvorschuss. Das ist unsere erste eigene Tour, die erste, die nicht mehr unter dem schönen ASP-Banner beworben wird, und wir empfinden es als sensationell, was hier gerade passiert, das könnt ihr uns ruhig glauben!

Wir haben nun zwei Jahre lang geprobt, geprobt, geprobt. Haben an Stücken gefeilt, die wir teilweise schon oft zusammen gespielt haben, diesmal nicht als Musiker, die sich alle paar Jahre treffen, um eine gemeinsame Tournee zu spielen, sondern als Band, die die Songs als Gesamtheit zum Klingen bringen möchte. Wir haben nach den beiden Festival-Auftritten auch schonungslos beschlossen, dass wir trotz der freundlichen Zuschauerreaktionen noch viel mehr rausholen wollen, und haben geackert. Huky hat sich in Windeseile ein gewaltiges Programm an Songs angeeignet, die ihm vorher gar nicht vertraut waren. Ally hat sich einmal in der Woche tapfer auf die weite Reise von München nach Frankfurt begeben, um mit den anderen Chaoten zu spielen, zu spielen, zu spielen! Thomas hat neben und in seiner Dudelsack-Akademie einen festen Platz für die Bande freigeschaufelt. Kathi hat so manche wilde Fahrt von ihrem Job zur Probe hinter sich, um pünktlich mit den anderen den ersten Ton anzustimmen. Ralph, der ja eigentlich dran schuld ist, dass Asp sich auf ein zweites festes Bandprojekt eingelassen hat, hat sich an jedem einzelnen Tag die Finger blutig gezupft (ob in Oberursel, Italien oder auf Sri Lanka), um jeden einzelnen Gitarrenton noch ein bisschen schöner zu machen als zuvor. Und mein lieber Freund Tossi, der mich so oft verflucht hat, zum 1.347sten mal „ausgestiegen“ ist und bei dem es an ein Wunder grenzt, dass er bei all den verschiedenen Versionen und Arrangements nicht den Überblick verliert und, und, und. 

Und ich? Naja.

Ich hab die Hosen wie immer vor einer Tour gestrichen voll vor lauter Selbstzweifel und Lampenfieber und hoffe einfach drauf, dass dies wie immer mit dem ersten Ton auf der Bühne und dem Anblick von euch allen davor, wie vom Frühlingswind weggeweht ist.

Nein, ganz ehrlich: Wir sehen das in keiner Weise als selbstverständlich an. Wir fühlen uns weder bestätigt noch auf einem hohen Ross gegenüber anderen, die vielleicht weniger Zuschauer willkommen heißen dürfen als wir zum Beispiel in Leipzig. Im Gegenteil: Wir nehmen das als Ansporn und Aufforderung, jeden Abend unser absolut Bestes zu geben, und gehen, wenn das überhaupt noch möglich ist, mit noch mehr Feuereifer daran, auf dieser Tour (sehr folkig) das Haus zu rocken!

Und allein schon deswegen ist es meines Erachtens nötig, dass wir euch neben vielen Evergreens (Everblacks) auch etwas Neues mitbringen. Dafür musste zwar mal wieder eine Urlaubsreise gestrichen werden, aber zum Teufel damit, die schönste Reise unternehmen wir doch bald alle zusammen!

Ja, es stimmt, ich habe zwei neue Lieder für die Tour geschrieben und freue mich schon sehr darauf, sie dem Publikum präsentieren zu dürfen. Mit meinen Freunden von „AVZ“ lassen sich sehr schöne musikalische Farben zaubern, und es ist wirklich toll zu sehen, wie jeder sein Bestes gibt, um die Songs funkeln zu lassen. Worauf darf man sich freuen? Nun, ich denke, die Stücke passen sehr gut in den dunkelromantischen Rahmen des Konzertabends. Das eine ist melancholisch verträumt und frühlingshaft beschwingt, und bei dem anderen knistert es richtig vor Erotik.

Ich entschuldige mich bei meinen Mitmusikern für die roten Öhrchen, hihi.

Zwei neue Songs? Was macht der Typ für ein Gewese um so etwas?

Nun, es sind die ersten eigenen Babys der Zaubererbrüder-Familie. Die ersten, die wir gemeinsam aus meinem Brutkasten genommen haben und gemeinsam aufgepäppelt haben. Weitere mögen folgen ;)

Wir sind bereit und freuen uns.

Euer Vertrauen ehrt uns.

Asp