Journal

19. August 2016

ASP … LIVE AUF RAUEN PFADEN

Liebe Freunde dort draußen an den Endgeräten!

Es ist so weit. Ich decke heute ein Komplott für, mit und gegen euch auf. Die Geheimnistuerei hat ein Ende. Knapp zwei Jahre nach der unglaublichen Jubiläumstour anlässlich unseres 15. Geburtstages kann ich nach einer schier unerträglichen Phase der Verschwiegenheit heute endlich damit herausplatzen:

Der komplette Wahnsinn dieses Vorhabens nimmt nun erneut Gestalt an und wird eine zweite große Veröffentlichung in diesem Herbst zur Folge haben.
Auf vier prall gefüllten CDs veröffentlichen wir mit Freude, Stolz und einer unglaublichen Fülle an schönen Erinnerungen die beiden Konzertabende dieser Tournee komplett mit allen Songs!

Bereits Ende 2013 begannen die Planungen für das bisher aufwendigste, spinnertste und tatsächlich auch riskanteste Tournee-Vorhaben in der Geschichte der Band ASP.

Ich schilderte nacheinander meinen Bandkollegen, der Plattenfirma und der Bookingagentur meine Pläne für ein extremes Konzept. Ich wollte, dass wir für zwei Abende hintereinander ein komplett unterschiedliches Programm auf die Beine stellen. Einmal eine Art „Best Of“-Show und dann eine weitere, in der wir Platz für all die schönen Lieder haben würden, die es selten bis nie auf eine Setlist geschafft hatten. Und zwar in einer bisher noch nicht von uns ausprobierten Art. Dies zu vermitteln sollte mit das Schwierigste an der Sache werden (dachte ich zu diesem Zeitpunkt). Ich wollte keine „Unplugged-Show“ machen, zumindest kein reines Acoustic-Konzert. Alle möglichen Instrumente – und damit auch Akustikgitarren – sollten dabei sein, aber ich wollte das Ganze eher wie eine Proberaum-Session angelegt wissen. Alles ohne die gewohnten Synthie-Zuspieler! Alles eben ganz pur. Nur von der Band in diesem Moment erzeugt, dabei aber auf die (sich im Laufe der Proben zu immer erstaunlicheren Ergebnissen führenden) Finger- und Stimmbandfertigkeiten der Mitglieder ausgelegt.

Die Musiker begriffen als erste, was genau ich da vorhatte, und schlugen zunächst die Hände über dem Kopf zusammen. Ein ASP-Konzert ist ohnehin schon eine recht komplizierte und anstrengende Sache und die Menge der Songs eine ziemliche Belastung (ich entschuldige mich! Auch bei euch!). Aber zwei hintereinander? Hoffnungsfroh versuchte mich einer der Jungs auszutricksen: „Wir spielen also die Songs am nächsten Tag in einer anderen Version?“ - „Nein, bedaure, wir spielen am zweiten Tag andere Songs in anderen Versionen.“

Mehr als 40 Songs insgesamt. 

Wie viele Proben und wie viel Kopfzerbrechen uns das alles bereitete, hört man den Liedern glücklicherweise nicht an. Und so sollte das auch sein. Es war anstrengend, und es war … tatsächlich … total großartig. Jeder war voll dabei und brachte seine Fähigkeiten auf einem ganz anderen Level ein. Es wurde mit Gitarrensounds experimentiert bis zum  Gehtnichtmehr, Lutz wagte sich sogar an bisher ungespielte Saiteninstrumente, es wurden Chorgesänge geübt, die wir zuvor noch nicht gesungen hatten … und, und, und.

Es war eine große Herausforderung und ein gigantischer Gewinn an Spielfreude.

Viel schwieriger sollte es werden, das Konzept den Veranstaltern zu erklären. Mit einer Engelsgeduld musste Albert, unser Booker, ihnen verständlich machen, worum es hier gehen sollte. Es war ermüdend. Viele Veranstalter winkten schlicht ab, als sie davon hörten, und gaben uns zu verstehen, dass das nie klappen würde. Aber wir dürften gerne mit einer „normalen Show“ mal wieder anklopfen. Danke. 



Noch größerer Dank gebührt allerdings denjenigen, die sich darauf eingelassen haben. Die Tour wurde in der Tat weniger lang als ursprünglich geplant, aber wir waren froh, dass sie überhaupt jemand ermöglichen wollte. Nun gut.

Am Ende verstanden nicht einmal alle ASP-Fans das Konzept und waren deutlich verwundert, als ihnen (oftmals leider erst nach der Tour) ein Licht anging. Aber verzaget nicht, ihr schönen Menschen dort draußen! Nun wird alles gut! Ihr könnt das Versäumte nachholen oder (falls ihr beide Konzerte besucht habt) die Abende noch einmal vor eurem geistigen Auge Revue passieren lassen. Und das mit der wohl schmackhaftesten Konserve seit der Erfindung des Zartgemüses: unserem Mitschnitt des kompletten Spektakels.

Ab sofort könnt ihr das Live-Album vorbestellen!

Am besten und preiswertesten als Subskriptions-Paket oder sogar als Supporter-Paket.

Ganz ehrlich: Es tut fast ein bisschen weh, wenn ich diesen Schnäppchenpreis ansehe. Aber für euch tun wir eben doch fast alles.

Danke!

Asp